Irische Halbunizale

Nach dem Niedergang des römischen Reiches entstehen eine Vielzahl regional begrenzter Nationalschriften, welche im Gesamtbild der schriftentwicklung ein uneinheitliches, teilweise chaotisches Bild hinterlassen.

Die irische Halbunizale zeichnet sich durch die dreieckigen scharfkantigen Köpfe an allen Oberlängen aus. Sie ist eine der vielen Nationalschriften die in Europa entstehen. Durch Klostergründungen in der Schweiz, Deutschland, Frankreich und Norditalien ist die irische Halbunizale weit verbreitet, so daß sie als eine der bedeutendsten Buchschriften der vorkarolinigschen Zeit gelten kann.

¶ Bild-Quelle: Kapr, Albert; »Schriftkunst«, Verlag der Kunst, 1981, S. 40 (Mit freundlicher Genehmigung des Verlages).