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Hurenkind & Schusterjunge

Umbruchfehler erkennen und vermeiden.

Abgesehen davon, dass Umbruchfehler unästhetisch sind, stören sie den inhaltlichen und formalen Leserhythmus. Sie sind deshalb zu vermeiden.

Hurenkind
= die letzte Zeile eines Absatzes, die fehlerhaft alleine am Anfang einer neuen Kolumne bzw. Satzspalte steht.

Beispiele

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Schusterjunge
= die erste Zeile eines Absatzes, die fehlerhaft allein am Ende einer neuen Kolumne bzw. Satzspalte steht.

Beispiele

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Es muss fairerweise bemerkt werden, dass sich die hier genannten typografischen »Fehler« nicht immer und unter allen Umständen vermeiden lassen: Deshalb immer den eigenen Prinzipien und Prioritäten folgen. Will sagen: Bisweilen kann es sinnvoller sein, eine Spalte komplett zu füllen (mit dem Schusterjungen), als die durch die Übernahme der alleinstehenden Zeile in die neue Spalte am Ende der vorherigen eine Lücke im Satzspiegel zu erdulden. Dies hängt allerding immer vom Satzspiegel und vom Entwurf ab. Wenn man die Hierarchierung der Texte so angelegt hat, dass ein Umbruch erster Ordnung beispielsweise durch eine Leerzeile gebildet wird, sollte man in jedem Fall den hier genannten Regeln folgen. // Anm. Oetzbach

[Q] Quellen dieses Artikels:

¶ »Erste Hilfe in Typografie«
von Hans Peter Willberg und Friedrich Forssmann,
Herrmann Schmidt Verlag

¶ »Detailtypografie«
von Friedrich Forssmann und Ralf De Jong,
Herrmann Schmidt Verlag

¶ www.typolexikon.de (Wolfgang Beinert)

¶ www.projekt1.fh-bielefeld.de/fb1/tipptipps/
tipptipps_index.de

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