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Kontraste Schrift Hintergrund

Schwarz auf Weiß – oder doch umgekehrt?

Verena Mainz

Wir sind es gewohnt, Schwarze Schrift auf weißem Hintergrund zu lesen, wodurch sich diese Kombination auch für alle längeren Lesetexte empfiehlt.

Empfehlungen

¶ Generell gilt für die Kontraste von der Schrift zum Hintergrund die Regel: Vorhanden, aber nicht übertrieben!

¶ Positiver Satz (dunkel auf hell) liest sich – wie die Bezeichnung schon vermuten lässt – besser als negativer Satz.

¶ Gebrochenes Weiß im Hintergrund ist reinem, strahlendem Weiß vorzuziehen.

¶ Je stärker der Kontrast von Schrift und Hintergrund ist, desto stabiler muss die Schrift »stehen« (Stabil heißt hierbei: geringe Strichstärkenkontraste, keine schmalen Schriften, keine leichten Schriften.). Also: Wenn man schon auf Chromolux drucken möchte, sollte man nicht gerade die Bodoni verwenden!

Dies soll aber nicht heißen, dass im Einzelfall (bei sog. »Kastentexten« oder Einschüben etc.) das normale Spektrum nicht auch verändert (z. B. schwarz auf grau) bzw. umgekehrt (z. B. weiß auf schwarz) werden kann. Dabei sollte man aber beachten, dass die weiße Schrift auf schwarzem Grund intensiver wirkt und zum Überstrahlen neigt.

Mit dieser Gestaltungsart sollte also auf keinen Fall Fließtext gesetzt werden. Weiterhin sollte auch hier darauf geachtet werden, keine Schrift mit zarten Serifen und keine kleine Schriftgröße zu verwenden. Das Strahlen der Schrift kann man durch eine leichte Erweiterung der Laufweite mindern.

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